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Niemand begeht einen größeren Fehler als jemand, der nichts tut, nur weil er meint wenig tun zu können.

(Ann Landers)

 

Darf ich mich vorstellen?

Mein Name ist Silas. Und ich bin blind.

 

 

   


   

 

Ich bin ein altdeutscher Hütehund, auch Schafpudel genannt. Wir werden hauptsächlich zum Hüten und Treiben von Schafen, Schweinen und Kühen gezüchtet. Ich bin ein reiner Arbeitshund, der sehr selbstständig arbeiten kann. Deshalb werden Schafpudel auch nur an geeignete Menschen abgegeben.

 

Ich bin bei einem Wanderschäfer aufgewachsen. Von klein auf war ich mit ihm und über 1000 Schafen den ganzen Winter viele Kilometer unterwegs. Wir waren in Tübingen, Waldshut, Bad Säckingen um nur einige Städte zu nennen. Mein Schäfer war sehr stolz auf mich. Ich durfte die Lämmchen nachts selbstständig bewachen! Und ich galt als sehr zuverlässig! Die Arbeit hat mir irre viel Spaß gemacht!

 

Ganz langsam fing es an, ich konnte immer schlechter sehen. Meinem Schäfer fiel plötzlich auf, dass meine Augen manchmal rot leuchten. Er ging mit mir zum Arzt, aber da war es schon zu spät. Die Netzhaut hatte sich beidseitig abgelöst. Im September war ich blind im Alter von gerade mal 1½  Jahren.. Normalerweise bedeutet das das Todesurteil. Aber ich kam in einen Zwinger, weil mein Schäfer mich so ins Herz geschlossen hatte. Nur mitlaufen konnte ich nicht mehr. Ich war so traurig, dass ich nichts mehr gefressen habe.

 

 

Eine Bekannte meines Schäfers brachte mich dann zu einer Frau, bei der vier andere Hütehunde leben. Nur mit dem Rüden kam ich gar nicht klar. Oder er nicht mit mir. Ich konnte doch seine Signale nicht sehen und habe deshalb wohl auch immer falsch reagiert.

 

Ihr glaubt, dass ein Hund sowieso schlecht sieht und alles über die Nase erfährt? Schön wäre es. Nein, wir senden schon aus größerer Entfernung einem anderen Hund viele Signale zu. So wissen wir, ob da ein Kumpel, ein Macho oder ein Kindskopf kommt. Wir sehen, ob er schlecht gelaunt ist, ob er kämpfen will, freundlich ist oder Angst hat. Und entsprechend verhalten wir uns. Aber ich bekomme nichts davon mit. Und wenn du dann auch noch kein richtiges Zuhause mit einem zuverlässigen Chef hast, dann ist das Leben verdammt schwer. Was tust du nun? Du weißt, da kommt ein andrer Hund. Soll ich mich jetzt gleich unterwerfen oder soll ich den Starken spielen? Ich weiß ja nicht einmal wie groß der ist! Und dann bist du auch noch an einer Leine, d.h. Flucht ist unmöglich!

 

Naja, ich musste weg von der Frau mit ihren Hunden. Die Mitarbeiterin einer Tierärztin nahm mich dann als Zweithund zu ihrer Hündin. Aber das sollte lediglich eine Zwischenlösung sein. Ich war nur noch verstört und verängstigt.

 

 

Im Dezember geschah dann ein Wunder. Die Tierärztin hatte endlich jemanden gefunden, der MICH wollte! Marlies – meine Retterin! Trotzdem hat es eine Weile gedauert, bis ich verstanden habe, dass ich wirklich für immer bei ihr und ihrer Tochter bleiben darf. Dort bin ich der einzige Hund, aber es gibt zwei Katzen.

 

Ok, ich gebe zu, ich habe es Marlies am Anfang nicht leicht gemacht. Ich bin ein sehr selbstständiger Hütehund, der die enge Gesellschaft mit Menschen nie richtig kennen gelernt hat. Aber sie hat nicht aufgegeben und hatte ganz viel Geduld. In ihrer Wohnung habe ich mich auch recht schnell wohl und sicher gefühlt. Und seit ich mich dort auskenne, jage ich auch die Katzen, wie es eben ein richtiger Hund tut!

 

 

 

     

Ich habe

 

Freunde gefunden.

 

Siehst du mich rennen?

 

Sogar zu schnell für die Kamera!

 

Leider war da aber immer noch das Problem bei Spaziergängen. Marlies hat eine nette Trainerin gefunden. Dort lernte sie, wie sie mir helfen kann, wenn ich frei laufen darf. Und obwohl ich mal ganz schlechte Erfahrungen machen musste, so ohne Leine ist das Leben wieder echt schön! Und ich kann rumtoben, wenn ein netter Kumpel da ist. Da bin ich richtig glücklich und ich weiß: Marlies auch.

 

 

       

Das ist mein größter Freund.

 

Das Leben macht Spaß!

 

Und mit Frauchen und Freund traue ich mich fast alles!

 

Aber an der Leine habe ich immer noch Angst, wenn uns ein anderer Hund begegnet. Und die nette Trainerin ist einfach umgezogen. Nicht jede Hundeschule nimmt einen blinden Hund auf. Es war also nicht einfach, jemand Passenden zu finden. Aber Marlies hat es geschafft. Man hat ihr gute Tipps gegeben und sie übt auch fleißig mit mir. Ich bin zwar immer noch sehr unsicher an der Leine und ziehe oft entsprechend, aber wir werden immer besser.

 

 

Nun bin ich vier Jahre alt. Wie kann ich euch beschreiben, wie ich heute mit meinen Menschen lebe? Zu Hause ist es einfach Liebe, unterwegs ohne Leine sind wir ein richtig glückliches Dreamteam und mit Leine …. daran arbeiten wir noch. Und was ganz toll ist: Marlies will jetzt mit mir anfangen, wieder richtig zu arbeiten. Ich habe gehört, ich soll lernen, wie man Fährten liest. Aber genau weiß ich das noch nicht. Ich halte euch auf dem Laufenden!

 

 

 

 

Jetzt sagt doch mal selbst: Ist es nicht fantastisch, dass meine Menschen und ich heute ein richtig glückliches Team sind? Und ob ihr es glaubt oder nicht: Oft werden die beiden beneidet, weil ICH, Silas,  ihr Hund bin!

 

Und jetzt weiß ich auch, warum man sagt: Nomen est Omen. Silas bedeutet: Der aus dem Wald kam, der Erbetene, der Begehrte, der Ersehnte. Und genau so fühle ich mich jetzt auch!



 

 

   

Zu Hause mit einem Freund

 

Unterwegs mit Freunden

 

 

HAPPY END

 

 

 

 

 

Ein Besuch im Tierheim lohnt sich immer! Auch dort leben einfach tolle Tiere. Sogar für Anfänger!

Wir fanden, dass es Zeit ist, auch an die Tiere zu denken, die weniger Glück hatten.

Noch vor Weihnachten 2008 erreichte uns ein Hilferuf aus den Tierheimen im Elsass. Colmar, Lièpvre und Mulhouse sind nicht so weit weg, als dass man da nicht mal eben hinfahren könnte. Also haben wir einen kleinen Flyer entworfen und um Spenden gebeten.

Marina hat in der Gegend von Steinen gesammelt und ich in Schopfheim und Zell. Die Unterstützung, die wir erfahren durften, hat uns sehr gefreut. Decken, Halsbänder, Leinen, Spielzeug, Futternäpfe, säckeweiseTrockenfutter, Nassfutter sogar Kauknochen konnten wir ins Auto packen.

In Colmar und Lièpvre wurden wir mit offenen Armen empfangen. Die Spenden waren mehr als willkommen.

Colmar

 

   
Unser Auto war vollgestopft bis obenhin.  

Alles wurde in Schubkarren und Einkaufswagen verladen.

 

Dann wurde alles in diesem Haus gelagert.

 

 

   

Vor die Zwinger hat man eine Plastikplane gespannt.

 

So kann der Wind nicht so durchpfeifen.

 

Aber ohne Heizung ist es besonders für kurzhaarige Hunde nicht leicht.

 

 

Nicht alle Hunde waren im Zwinger eingesperrt. Ein Kleiner hat gleich beschlossen, dass es in unserem Auto richtig gemütlich ist. Da wir aber beide schon einen Hund haben, waren wir doch sehr froh, dass auch dieser Freund bereits eine Familie gefunden hatte.

 

Man besucht kein Tierheim, ohne nicht wenigstens mit einem Vierbeiner spazieren zu gehen. So oft kommen die Tiere hier nicht dazu. Also haben wir uns einen ganz dünnen, traurigen, großen Hund ausgesucht, der noch gar nicht draußen war.

 

 

 

 

 

 

       

Unser Freund hier entwickelte richtig Kräfte beim Spaziergang. Und der Hund mit dem traurigen Blick  

wurde sehr schnell ein aufmerksamer, neugiereiger, toller Hund.

 

 

Die Menschen, die ihn bekommen haben, haben sicher viel Arbeit und noch viel mehr Freude mit ihm.

 

Lièpvre

 

   

Und wieder haben wir es geschafft das Auto vollzustopfen.

 

Übrigens, die Rückbank ist jedesmal ausgebaut, damit auch alles Platz hat.

 

Und unter diesem Dach wurde das Futter gelagert. Für die Decken gibt es ein anderes Haus.

 

Das Tierheim lag außerhalb der Stadt im Wald. Deshalb war es sehr feucht und schattig. Auch hier gab es keine Heizung.

 

 

Inzwischen gibt es ein neues Heim. Es ist groß, hell, freundlich und liegt nicht mehr im Wald. Eine echte Verbesserung für die Tiere! Einfach toll! 

 

Mulhouse

Mulhouse ist das größte der drei Tierheime im Elsass. Der Besuch hier stand lange noch aus. Nachdem der Kälteeinbruch vorbei war, haben wir weniger Spenden erhalten. Aber jetzt war das Auto endlich wieder voll.

 

 

 

           

Da hat keine Rückbank mehr Platz,

 

nur Futter, Decken, Leinen, Geschirre und Fressnäpfe.

 

 

In Mulhouse angekommen mussten wir erfahren, dass heute kein Besuchstag ist. Aber mit ein wenig Schulfranzösisch war es kein Problem, die Mitarbeiter zu überzeugen, die Tür zu öffnen.

 

 

 

   

Der Eingang des Tierheimes

 

Blick auf das Katzenhaus

 

Katzenhaus hinter schönen Büschen

 

 

Wir waren herzlich willkommen mit unseren Spenden. Und sofort war auch Hilfe beim Ausladen da.

 

 

 

   

Futter und sonstige Spenden

 

lagern in zwei Garagen.

 

 

Und obwohl eigentlich geschlossen war, duften wir uns im Heim umschauen. Mein letzter Hund kam aus diesem Tierheim. Das ist nun ca. 10 Jahre her. Seitdem hat sich Einiges verändert. Viel Arbeit wurde in die Außenanlagen gesteckt.

 

 

 

   

Schatten spendende Bäume,

 

zwei große, schöne Hunde

 

und noch ein toller Freund.

 

 

 

 

   

Auch die Liebhaber von kleinen Hunden

 

können hier einen neunen Freund finden.

 

Sie warten auf dich!

 

 

Im Haus drinnen ist es natürlich sehr laut. Wenn Besuch kommt, müssen alle Hunde bellen. Und es sieht so aus, wie man es sich halt in einem Tierheim vorstellt. Aber es ist alles sauber und es riecht nicht nach Kot oder Urin.

 

 

 

     

Lange Gänge

 

und rechts und links

 

Hunde in allen Größen

 

und jedem Alter.

 

 

In allen Tierheimen haben wir engagierte Mitarbeiter kennenlernen dürfen, die sich sehr für ihre Schützlinge einsetzen. Aber auch aus Deutschland kommt regelmäßig Hilfe. Nähere Infos findest du im Internet hier:

 

 

Eines ist ganz sicher: Wir machen weiter - und das nicht nur im Winter!

 

Sach- und Futterspenden

 

 bitte an

Biggi Klose

Weirmattstr. 21

79650 Schopfheim

 

Marina Stark

Kappelgasse 26

79585 Steinen-Hägelberg

 

Hier findest du dann wieder einen Beitrag, wenn wir die Spenden zu ihren Empfängern gebracht haben.

 

Wenn ihr ganz einfach helfen wollt, dann bestellt doch über diese Seite bei folgenden Firmen:


Globetrotter
Amazon
Murphy's Welt
Urlaub buchen
Aufkleber
Comic-Shirts u.v.m.
Zooplus
Tchibo
Hundeschule AB
Hundecookies
Ebay
Eine Bestellung über diese Seite bringt dringend benötigtes Geld, welches ausschließlich den Hunden und Katzen der Tierheime in Colmar und Lièpvre zugute kommt.

 

Von Geldspenden an uns bitten wir aber abzusehen. Die schickt doch bitte direkt an

 

 

          DANKE !!!       

 

 

 

 

www.4pfoten4u.eu | Stand: 05.10.2013 -Seite wird ständig aktualisiert